Geistliches Wort 2018 - Evangelische Apostel Paulus Gemeinde

Apostel Paulus - Kirchengemeinde
evangelische
in Berlin - Schöneberg
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Der Paulus
Geistliches Wort 2018
Gedanken zur Jahreslosung 2019:
„Suche den Frieden und gehe ihm nach“ (Psalm 34, 15)

Sollte ich drei Orte des Friedens in unserem Kiez nennen, so würde ich sagen: die Apostel Paulus Kirche. Trotz ihrer Größe birgt sie uns in ihrem warmen, rotleuchtenden Kirchenschiff. Eine Oase mitten im Stadtgetümmel ist der alte Friedhof hinter der Dorfkirche Alt Schöneberg. Seit Generationen finden hier Menschen Andacht und Frieden. Als dritten Ort wählte ich eines der zahlreichen Cafés um unsere Gemeinde herum. Dort zu sitzen und die Menschen vorbeiströmen zu sehen, die Vielfalt der Stadt zu spüren, ist einer der Augenblicke des Friedens im Alltag.
Im Kontrast zu diesen Orten des Friedens stehen die des Unfriedens. Ich denke an die frequentierten Kreuzungen, die uns an Verkehrstote erinnern. Ich überquere als Fahrradfahrer täglich diese Kreuzung. Ich denke auch an einen Spielplatz, auf dem eine zerbrochene Flasche liegen gelassen wurde. Ich erschrecke auf dem Weg zu einer Schule, an dem ein größeres ein kleineres Kind auf der Straße anschreit.
Frieden erlebe ich an konkreten Orten auf Zeit und mit anderen Menschen. Oft ist er plötzlich da, obwohl ich ihn nicht gesucht habe. Ein anderes Mal muss ich sehr lange suchen, bis ich ihn gefunden habe. Mir scheint, Gott will mit seinem Frieden, dass wir immer in Bewegung sind. Nur so verbindet er uns mit anderen Menschen, die auch in Bewegung sind. Nicht alle machten sich freiwillig auf den Weg, diesen muss unser besonderer Schutz gelten, weil in ihrer Heimat, das Böse das Gute nieder gezwungen hat.
Dem Frieden nachgehen ist oft mühsam, dann dazu gehört auch der Streit, der hilft den Frieden zu finden. Dieses lernen wir an vielen Orten: in Kitas, Schulen, Gerichten und Gemeinden. Alle sind Lernorte des Friedens, besondere Orte der Demokratie, die wir brauchen, um miteinander in Frieden zu leben. Da wir nicht immer den Frieden miteinander finden, brauchen wir diese Menschen, die begabt sind, Wege des Friedens zu finden.
Von Herzen wünsche ich Ihnen für den Jahreswechsel und das kommende Jahr 2019 Menschen, die Ihnen Erkenntnis und Liebe schenken, damit der Frieden unter uns wächst. Danke David für deinen Psalm, der uns die Wege des Friedens buchstabiert.
Herzliche Segensgrüße!
Ihr
Superintendent Michael Raddatz

Bild: "Friedensbotin"
(Evangelische Frauen in Deutschland)
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Seligpreisungen für Trauernde

Gesegnet seien alle, die mir jetzt nicht ausweichen.
Dankbar bin ich für jeden, der mir zulächelt und mir seine Hand reicht, wenn ich mich verlasse fühle.
Gesegnet seien alle, die mich immer noch besuchen, obwohl sie Angst haben, etwas Falsches zu sagen.
Gesegnet seien alle, die mir erlauben, von dem Verstorbenen zu sprechen. Ich möchte meine Erinnerungen nicht totschweigen. Ich suche Menschen, denen ich mitteilen kann, was mich bewegt.
Gesegnet seien alle, die mich nicht ändern wollen, sondern geduldig so annehmen, wie ich jetzt bin.
Gesegnet seien alle, die mich trösten und mir zusichern, dass Gott mich nicht verlässt.
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