Etty Hillesum: Das denkende Herz - Die Tagebücher 1941–1943

Datum
Sonntag, 15. November 2020, 18:00 Uhr
Ort
Apostel-Paulus-Kirche Schöneberg, Akazienstraße 18, 10823 Berlin
Mitwirkende
Ingeborg Waldherr (Lesung), Dimitris Pekas (Violoncello)
Preis
Eintritt frei - Spende erbeten

Lesung mit musik. Bearbeitung unter der Schirmherrschaft von Mutherem Aras, Landtagspräsidentin von Baden-Württemberg, und mit freundlicher Unterstützung der Ursula Lachnit-Fixson Stiftung, Berlin

Wie kann man Hass und Unmenschlichkeit begegnen? Was lässt sich von einem einzelnen Menschen ausrichten gegen politisch verordneten oder anders praktizierten Hass in der Welt? Diese aktuellen Fragen stellte sich in der Zeit des Nationalsozialismus auf beeindruckende Weise die jüdische Niederländerin Etty Hillesum. Sie hielt ihre Gedanken in den Tagebüchern fest, die erst viele Jahre nach ihrer Ermordung durch die Nazis gefunden wurden. Die junge Frau schreibt bis zu ihrer Deportation nach Auschwitz und macht sich zur Zeitzeugin des unerbittlichen Terrors der Nationalsozialisten. Trotz des erschütternden Schreckens in dieser Zeit gelingt es ihr, den Sinn und die tiefe Schönheit des Lebens zu erkennen, in sich zu erleben, und findet so ihren ganz eigenen Zugang zum Göttlichen. Etty Hillesum war 29 Jahre alt, als sie in Auschwitz ermordet wurde. Ihre Tagebücher wurden in den 80er Jahren veröffentlicht.

Die Freiburger Theaterregisseurin und Dozentin Ingeborg Waldherr ist bekannt für zahlreiche Inszenierungen und Projekte im Inland und Ausland. In Italien wurde sie mit dem Ordine della Stella della Solidarità Italiana ausgezeichnet. Der Musiker Dimitris Pekas ist Absolvent der Hochschule für Musik Freiburg und begleitet nicht nur als Cellist die Texte, sondern sorgt mit eigener Bearbeitung  für eine besondere Verbindung von Wort,  Musik und inhaltlicher Vertiefung.